Wie Matcha, Tee oder Kaffee hat auch Mate sein eigenes Zubereitungsritual.
Entgegen mancher Vorstellung ist dieses Ritual nicht länger oder aufwendiger als die anderen, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat.
Aber wie bereitet man einen traditionellen Mate zu? Welches sind die Schritte der Mate-Zubereitung?
Die Ausstattung
Hochwertiges Mate-Zubehör ist für die Zubereitung eines guten Aufgusses notwendig.
Es ist nämlich die Grundlage deiner Zubereitung — wie eine gute Pfanne beim Kochen.
Um einen traditionellen Mate zuzubereiten, brauchst du also:
- Eine Mate-Kalebasse (oder Mate-Tasse)
- Eine Bombilla (oder einen Mate-Halm)
- Eine Yerba Mate
- Heißes Wasser, am besten in einer Thermoskanne
Die Mate-Kalebasse
Sie dient als Gefäß für den Aufguss. Wir geben Yerba und Wasser hinein. Es gibt mehrere Arten von Mate-Gefäßen: manche aus Holz, andere aus Edelstahl, Glas oder sogar Bambus.
Die am häufigsten verwendete Kalebasse stammt jedoch vom Kürbis.
Wir haben im Übrigen eine große Vielfalt an Kürbissen, etwa die Torpedo, Camionero oder Imperial, mit unserer handwerklichen Note am Ring: glatt, ziseliert oder mit Bronzeauflagen.

Imperial-Kalebasse
Der Mate-Halm
Die Bombilla dient dazu, den Aufguss von den Blättern zu filtern. Mit einer hochwertigen Bombilla hast du keine Blätter im Mund.
Wir bieten übrigens Bombillas aus Edelstahl, aus Alpaca oder sogar aus Silber an.
Der Mate
Der Geschmack des Aufgusses wird stark von der Yerba Mate beeinflusst, die du verwendest.
Wenn du ein wenig bitteres Kraut möchtest, empfehlen wir dir die grüne Yerba. Sie ist jung und grasig.
Für eine intensivere Yerba mit maßvoller Bitterkeit gibt es den 12 Monate gereiften oder den 24 Monate gereiften. Für noch mehr Bitterkeit empfehlen wir die leicht pulverige Yerba Uruguay.
Du magst Kaffee? Dann ist der geröstete Mate genau richtig für dich.
Die Zubereitung des Mate

Zubereitung eines traditionellen Mate
Jetzt, da du das richtige Zubehör hast, können wir zur Zubereitung des traditionellen Mate übergehen:
- Wasser auf 80 °C erhitzen
- Die Yerba Mate in die Kalebasse füllen, bis zu ¾ (zwischen 10 und 30 g).
- Die Hand auf die Öffnung der Kalebasse legen und sie auf und ab schütteln, um die Blätter zu mischen.
- Die Kalebasse um 45° neigen, um die Mulde und die Montañita zu formen.
- Etwas kaltes Wasser in die Mulde gießen, um den Aufguss zu beginnen.
- 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Blätter mit Wasser vollsaugen; das erleichtert die Bildung deiner Mulde und verhindert, dass die Blätter verbrennen.
- Deine Bombilla in die Mulde einführen.
- Dein heißes Wasser hinzufügen (maximal 80 °C) — zu heißes Wasser bringt Bitterkeit.
Dein Mate ist fertig!
Sorge dafür, heißes Wasser griffbereit zu haben, um deine Mate-Kalebasse voll zu genießen. Nachdem du das aufgegossene Wasser getrunken hast, gieße ruhig erneut heißes Wasser nach. Trinken, dann nach Belieben erneut nachgießen.
Zudem ist es gut zu wissen, dass du denselben Mate in deiner Kalebasse den ganzen Tag über verwenden kannst. Nach zahlreichen Aufgüssen, etwa 1 bis 1,5 Liter Wasser, wirst du merken, dass der Geschmack der Yerba Mate schwächer wird — das nennt man eine „gewaschene" Yerba Mate.
Du glaubst, bei der Zubereitung einen Fehler gemacht zu haben? Keine Panik! Wir empfehlen dir, ein Erklärvideo anzusehen:
Wie bereitet man einen fein geschnittenen Mate vom Typ Uruguay zu?
Die Zubereitung des Mate kann sich je nach Schnitt unterscheiden (fein oder grobblättrig).
Der Unterschied in der Zubereitung zwischen diesen beiden Schnitten ist nicht sehr groß. Die größte Besonderheit bei einem fein geschnittenen Mate wie unserem Mate Uruguay liegt in der Vorbereitungszeit.
Um beim Trinken kein Mate-Pulver einzusaugen oder die Bombilla zu verstopfen — wegen des feinen, pulvrigeren Schnitts — musst du nämlich eine längere „Anfeucht"-Phase einhalten als üblich.
Das Prinzip ist einfach: Gieße beim Formen der Montañita etwa 10 cl kaltes oder zimmerwarmes Wasser in die Mulde und halte die Kalebasse geneigt, bis das Wasser vom Mate vollständig aufgesogen ist. Oft legt man die Bombilla unter die Kalebasse, um sie in geneigter Position halten zu können.
Das Pulver, das zu fein ist, um gefiltert zu werden, quillt auf natürliche Weise auf oder löst sich im Wasser auf, bei den feinsten Partikeln. Nach diesem Handgriff kannst du deine Bombilla in die Mulde einführen und deinen Mate ganz normal trinken, ohne Gefahr, Mate-Pulver aufzunehmen!
Tipp: Um deine Kalebasse bis zur vollständigen Aufnahme des Wassers geneigt zu halten, kannst du deine Bombilla oder einen beliebigen anderen Gegenstand verwenden.

Der kleine Berg und die Mulde
Wie trinkt man Mate?
So, dein südamerikanisches Lieblingsgetränk ist bereit zum Genießen!
Aber wie trinkt man Mate? Ja, auch beim Trinken gibt es einige Besonderheiten:
- Um mit dem Trinken zu beginnen, gieße Wasser in die Mulde der Kalebasse
- Warte einige Minuten, damit das Wasser ziehen kann, und gieße dann erneut heißes Wasser nach.
- Die Bombilla dient dazu, den Mate-Aufguss zu trinken, ohne Blätter oder Pulver einzusaugen. Jetzt kannst du die Mischung trinken.
- Gieße Wasser nach und wiederhole das Ganze.
Achtung: Du darfst die Yerba auf keinen Fall mit dem Wasser verrühren. Die Bombilla muss fest in der feuchten Yerba stecken, um sie während des gesamten Aufgusses nicht mehr zu berühren. Das gehört zu den klassischen Zubereitungsfehlern, wenn man anfängt!
Ziel ist es, die Mulde und den kleinen Berg so lange wie möglich zu erhalten, um die Blätter nach und nach aufzugießen. Nach etwa einem Dutzend Aufgüssen ist es normal, dass die Montañita in die Mulde einbricht.
